Qelle (1),

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Johann Habermann , genannt Avenarius, wurde am 10. August 1516 in Eger geboren und starb am 5. Dezember 1590 in Zeitz. Er wirkte in der Zeit von 1552 -1555 als Pfarrer an der St.-Laurentius-Kirche in Lichtenstein. Einen großen Bekanntheitsgrad erlangte er als Verfasser des Gebetbuches unter dem Titel "Christliche Gebete für allerlei Noth und Stände der Christen­heit", im Volksmund "Der kleine Habermann" oder auch das "Habermännle" genannt, das im Jahre 1567 in Nürnberg er­schien. Johann Habermann erwarb sich großes Ansehen als Theologieprofessor an den Universitäten in Jena und Wittenberg.

 

Sein Sohn, Philipp Habermann, kam um 1553 in Lichtenstein zur Welt. Schon in frühester Kindheit be­schäftigte er sich mit Musik. Nur wenige sichere Da­ten sind über sein Leben bekannt. Sein Wirken als Organist in Altenburg kann als sicher angenommen werden. Von dort aus ging er für eine längere Zeit nach Süddeutschland.

Sein erstes bedeutendes Werk, 30 fünfstimmige Mo­tetten, erschien 1572 in Nürnberg unter dem Titel "Cantiones sacrae quinque vocum". Diese Sammlung widmete er dem Herzog von Würt­temberg unter dem Datum 13, August 1572. In dem Zeitzer Begräbnisbuch wird als sein Todestag der 15. Mai 1610 notiert.