BRUNO LIPPMANN 
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Der Erforschung und Dar­stellung der Geschichte Lichtensteins verschrieb sich auch Bruno Lipp­mann. Am 3. April 1896 kam er als Sohn Robert Lippmanns in Lichtenstein zur Welt. Sein Vater war der Mitbegründer der Lichtensteiner Konsumgenossenschaft. Die schweren Lebensverhältnisse der Familie verlangten schon früh die helfende Unterstützung des Kindes Bruno wie auch seiner fünf Geschwister bei der Heimarbeit seiner Mutter. Bereits als zehnjähriger Junge hatte er alle Bücher der Schulbibliothek gelesen, Er galt als kluger und wissbegieriger Schüler. Nach einem achtjährigen Besuch der Bürgerschule in Lichtenstein erlernte er das Handwerk eines Hufschmiedes in Gersdorf. Von 1914 bis 1918 war er Soldat im 1. Weltkrieg. Den Beruf des Strumpfwirkers übte Bruno Lippmann in der Firma G.A. Bahner seit 1919 aus. Seine große berufliche Erfahrung wie auch sein Interesse für einen pädagogischen Beruf ließen ihn nach 1945 Berufsschullehrer werden. Bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1963 übte er diese Tätigkeit an einer Betriebsberufsschule aus. In seiner Freizeit beschäftigte er sich bereits seit 1920 intensiv mit der Geschichte der Stadt. Viele Stunden verbrachte er in Archiven und studierte

vor allem die Schriften Hugo Colditz'. Durch Publikationen in der Presse und im "Heimatfreund" machte er sich einen Namen. Mit seiner aktiven Arbeit im Kulturbund wie auch als Stadt- und Schloßführer setzte er Maßstäbe und begeisterte vor allem junge Heimatforscher bei der Erkundung des Schlosses und der Gruft sowie bei Ausgrabungen an der unterirdischen Ganganlage. Mit der Herausgabe der "Geschichte der Stadt Lichtenstein" im Jahre 1966 setzte er sich ein Denkmal. Im Frühjahr 1975 zog er zu seiner Tochter nach Oelsnitz und lebte dort bis zu seinem Tode am 10. Mai 1978.

Auf seine umfangreichen Geschichtskenntnisse, die in seinem Werk enthalten sind, werden Heimatforscher unserer Zeit immer wieder zurückgreifen.